Studie: Zu starre Hierarchien behindern Intranets

Aktualisiert: 11. Sept 2019

Soziale Medien in der internen Kommunikation haben noch längst nicht alle Organisationen nachhaltig erreicht. Dabei scheinen (zu) starre Hierarchien ein zentraler Hindernisgrund für den Erfolg von Social Intranets zu sein. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie der Hochschule Macromedia in Kooperation mit HIRSCHTEC.


Social Intranets gewinnen vor allem auf gleicher Hierarchieebene an Relevanz


Auffällig ist vor allem die gestiegene Bedeutung von internen sozialen Medien in deutschen Unternehmen: Geht es etwa um Kommunikation auf gleicher Hierarchieebene, so messen inzwischen mehr als ein Drittel der Befragten (knapp 35 Prozent) den Plattformen eine große oder sehr große Rolle bei. 2016 war es nur ein Fünftel (gut 20 Prozent), noch einmal drei Jahre früher nur ein Achtel der Befragten (rund 12 Prozent). Bei der Kommunikation über verschiedene Hierarchieebenen hinweg scheinen aktuell Social Media jedoch nur für gut 31 Prozent der Studienteilnehmer wichtig zu sein. Dennoch ist auch hier eine deutliche Steigerung gegenüber den Ergebnissen aus den Vorgängerstudien festzustellen, bei denen damals die Werte für gleiche und unterschiedliche Hierarchieebenen quasi gleichauf lagen. Das legt den Schluss nahe, dass die digitale Kommunikation vor allem durch zu starke hierarchische Einwirkungen gebremst werden kann.


Offener Umgangsstil, klarere Richtlinien und flache Hierarchien fördern Social-Intranet-Nutzung


Danach gefragt, was in ihrer Unternehmenskultur geschehen muss, damit soziale Medien (noch) besser und schneller akzeptiert werden, geben fast drei Viertel (73 Prozent) an, dass es einen offenen Umgangsstil braucht – gefolgt von klareren Richtlinien (62 Prozent) und flacheren Hierarchien (45 Prozent). „Speziell was die Forderung nach flacheren Hierarchien betrifft, können wir sagen, dass sie immer lauter wird. Schon heute wünschen sich 45 Prozent der Befragten weniger starre Hierarchien. Und was auch auffällt: Obwohl zwei Drittel der Umfrageteilnehmer sagen, dass der Wissensaustausch in ihrem Unternehmen unterstützt wird, kommen nur bei 42 Prozent auch agile Methoden zum Einsatz. Hier gibt es für Organisationen offensichtlich noch eine Menge zu tun“, so Prof. Dr. Holger Sievert, Studienleiter und Head der Fakultät Medien an der Hochschule Macromedia.


Bedeutung von internen Social Media verhält sich nicht proportional zur Unternehmensgröße


Interessant wird es auch, wenn man die Nutzung von Social Intranets und vergleichbaren Kommunikations- und Kollaborations-Tools im Hinblick auf die Mitarbeiterzahl im Unternehmen betrachtet. Anders als vielleicht angenommen, verhält sich die Bedeutung nicht komplett proportional zur Unternehmensgröße – vielmehr ist sie bei mittelständischen Firmen mit 50 bis 249 Mitarbeitenden (31 Prozent) am stärksten. Lutz Hirsch, geschäftsführender Gesellschafter des Studienpartners HIRSCHTEC, erklärt sich dies so: „Kleine und mittelständische Unternehmen sind, allein schon aufgrund ihrer strukturellen Organisation, oft etwas flexibler und können daher neue digitale Lösungen schneller einführen. Dazu kommt, dass – anders als noch vor ein paar Jahren – moderne Plattformen für die interne Kommunikation und Zusammenarbeit deutlich kostengünstiger umzusetzen sind.“


Quelle: www.inar.de/studie-zu-starre-hierarchien-behindern-erfolg-von-social-intranets/


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